Über mich

Britta Katharina KieferDie WachstUmdenkerinBeraterin für Geschäftsführung und HR im Mittelstand

Warum ich Unternehmen aus mehreren Perspektiven betrachte

Meine Begeisterung für Unternehmen begann am Abendbrottisch.

Mein Vater war Bauunternehmer. Beim Abendessen erzählte er von seinen Baustellen und Kunden, von Mitarbeitenden und Banken und von den Entscheidungen, die am nächsten Morgen anstanden. Schon damals fand ich diese Geschichten spannend.

  • 35 Jahre People Management, Führung und Organisation
  • 14 Jahre davon als Interim Managerin
  • Internationale Linienverantwortung
Britta Katharina Kiefer

Stationen

Was mich geprägt hat

Später habe ich Unternehmen in sehr unterschiedlichen Lagen erlebt. Einige wuchsen in atemberaubendem Tempo, andere mussten sich neu aufstellen oder ums Überleben kämpfen. Dabei habe ich gelernt, wie viel gute Unternehmensführung bewirken kann und wie sehr der wirtschaftliche Erfolg von Menschen abhängt.

Mit einem Wohnwagen nach Leipzig

Unternehmermut, Wachstum und frühe Verantwortung

1990 fing ich bei Sixt als Trainee an. Wenige Wochen später fuhr ich mit einem Wohnwagen nach Leipzig. Am Flughafen sollte ich Mietwagen anbieten und Standorte für neue Filialen finden. Kurz darauf leitete ich zwei Filialen mit rund 50 Mitarbeitenden und mehreren Millionen Umsatz.

Sixt war damals der Herausforderer. Den Markt beherrschten wenige große Anbieter, und Sixt brachte mit ungewöhnlichen Ideen und frechen Kampagnen wie „Mercedes zum Golf-Tarif“ Bewegung hinein. Dieser Unternehmergeist hat mich begeistert.

Zeitweise eröffnete Sixt ein bis zwei Filialen pro Woche. Ich baute die Personalentwicklung und das Training auf, damit neue Mitarbeitende schnell selbstständig arbeiten konnten.

Dort habe ich gelernt, wie eng Wachstum, Führung und Personalentwicklung mit dem Geschäftserfolg zusammenhängen.

Mehr aus meiner Sixt-Zeit

Insgesamt war ich siebeneinhalb Jahre bei Sixt, und es kamen immer neue Aufgaben dazu. Ich übernahm die Personalbetreuung für Bereiche der Hauptverwaltung und für die neu gegründete Sixt Leasing.

Auch Standortwechsel gehörten dazu. Als das Callcenter von Pullach nach Rostock zog, begleitete ich den Aufbau in Rostock mit Einstellungen und Trainings und kümmerte mich um die personellen Maßnahmen in Pullach.

Bei Sixt wurden neue Ideen ausprobiert, Entscheidungen fielen schnell, und Verantwortung bekam man früh. Dieses Tempo und der Mut, etablierte Regeln infrage zu stellen, prägen mich bis heute.

Fast 30 Nationen unter einem Dach

Internationales Wachstum und kulturelle Unterschiede

Mit Sony Personal Mobile Communication Europe wollte Sony in den boomenden Mobilfunkmarkt einsteigen. Nokia und Ericsson waren längst etabliert, und die meisten Ingenieure gingen lieber dorthin. Sony brauchte sie aber dringend.

Also wurden wir kreativ. Wir warben mit München, Skifahren und dem Oktoberfest. Bewerber luden wir mit ihren Partnern für ein Wochenende ein, und wir halfen den Partnern bei der Jobsuche.

Bald saßen mehrere Hundert Menschen aus fast 30 Nationen in einem Großraumbüro. Erfahrene japanische Ingenieure, für die Seniorität viel zählte, arbeiteten mit westlichen Kollegen, die Hierarchie und Verantwortung anders verstanden.

Wir brauchten Strukturen, die dem neuen Geschäft Tempo gaben und zur japanischen Unternehmenskultur passten. Und das unter hohem Wettbewerbsdruck.

Mehr über die kulturellen Herausforderungen

Schon ein einziges Wort konnte in Meetings für Verwirrung sorgen. Westliche Kollegen hörten im japanischen „Hai“ ein Ja. Oft hieß es aber nur: Ich habe gehört, was Sie sagen. Solche Missverständnisse konnten Entscheidungen verzögern.

Die international angeworbenen Kollegen brachten ihre fachlichen Argumente ein, ganz gleich, wer ihnen gegenübersaß. Für die japanischen Ingenieure gehörte die Rücksicht auf Seniorität zur Führungskultur. Beides mussten wir im Alltag zusammenbringen, ohne dass das Geschäft an Tempo verlor.

Seitdem achte ich genau darauf, wie stark kulturelle Prägungen Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit beeinflussen.

Vom internationalen Wachstum bis zur Insolvenz

Expansion, Integration und Verantwortung in der Krise

Bei KPNQwest fing ich als Personalleiterin Deutschland an. Nach gut einem Jahr war ich für Zentral- und Osteuropa verantwortlich.

Das Unternehmen wuchs schnell, auch durch große Übernahmen. Ich begleitete Integrationen in mehreren Ländern und leitete zentrale HR-Projekte: die Einführung von PeopleSoft, die Mitarbeiterbefragung Gallup Q12 mit begleitenden Trainings und den Aufbau eines Performance Managements.

Dann platzte die Dotcom-Blase.

Ich blieb bis zum Schluss und begleitete die Insolvenz. In manchen Nächten standen verzweifelte Mitarbeitende vor meiner Haustür und fragten mich um Rat.

Diese Zeit hat mich tief bewegt.

Was danach kam: erste Selbstständigkeit im Mittelstand

Nach der Insolvenz brauchte ich Abstand. Ich begann meine erste Coachingausbildung und beschäftigte mich mit menschlichem Verhalten, Kommunikation und Selbstreflexion. Weitere Ausbildungen folgten später.

In dieser Zeit machte ich mich zum ersten Mal selbstständig und übernahm die kaufmännische Leitung eines mittelständischen Unternehmens. Neben dem Personal war ich jetzt auch für Finanzen, Controlling, IT und die übrigen kaufmännischen Bereiche verantwortlich.

So habe ich aus nächster Nähe gesehen, wie eng wirtschaftliche Leistung, Unternehmensführung und menschliches Verhalten zusammenhängen. Eine Frage hat mich damals besonders beschäftigt und tut es bis heute: Wie wirkt sich das Vertrauen der Führung in ihre Mitarbeitenden darauf aus, wie viel Verantwortung und Leistung diese einbringen?

Wenn People Management den Unternehmenserfolg mitgestaltet

Geschäftsstrategie und People-Strategie systematisch verbinden

Zu GE wollte ich ganz bewusst. Wachstum, internationale Expansion und große Integrationen kannte ich. Jetzt wollte ich erleben, wie ein Unternehmen People Management konsequent mit seiner Geschäftsstrategie verbindet.

Beeindruckt hat mich vor allem der verbindliche HR-Kalender. Personalplanung, Leistungsbeurteilungen und Führungskräfteentwicklung hatten feste Termine, abgestimmt mit der Geschäftsplanung. HR saß bei wichtigen Geschäftsentscheidungen mit am Tisch und durfte Vorhaben kritisch hinterfragen.

Im Change Acceleration Programme (CAP) lernte ich einen Gedanken kennen, der mich bis heute begleitet: Wie wirksam eine Veränderung ist, hängt von ihrer Qualität und von ihrer Akzeptanz ab.

Seitdem interessiert mich, wovon diese Akzeptanz abhängt und warum fachlich gute Lösungen im Alltag scheitern.

Mehr über GE und GE Capital

Bei GE begleitete ich unter anderem eine europäische Reorganisation. In Deutschland wurden Bereiche abgebaut, gleichzeitig entstanden Regionalbüros in Dubai und Budapest.

Später wechselte ich zu GE Capital, um übernommene Unternehmen zu integrieren. Kurz darauf brach der Finanzmarkt ein. Zur Integration kamen Sozialpläne und Personalabbau. Menschen zu motivieren und einzubinden, während Arbeitsplätze wegfallen, war eine enorme Herausforderung.

Bei GE habe ich gesehen, wie People Management den wirtschaftlichen Erfolg gezielt stärken kann. Voraussetzung ist die enge Verbindung zur Geschäftsstrategie. Aus ihr lässt sich ableiten, was Organisation, Führung und Kompetenzen leisten müssen.

Was ich daraus gelernt habe

Wo selbst gute Systeme an Grenzen stoßen

In meiner Laufbahn habe ich hervorragende Managementsysteme kennengelernt. Und ich habe erlebt, wie menschliches Verhalten ihre Wirkung unterlaufen kann.

Dann entscheiden persönliche Interessen, Machtkämpfe oder informelle Netzwerke mehr als fachliche Argumente und vereinbarte Regeln. Auf dem Papier hat das Unternehmen klare Prozesse und gute Führungsgrundsätze. Im Alltag funktioniert es anders.

BeschriebenErlebt

Die Geschäftsleitung spricht von einer offenen Führungskultur.

Mitarbeitende merken, dass Widerspruch unerwünscht ist.

HR verweist auf definierte Prozesse.

Wichtige Entscheidungen folgen informellen Regeln.

Deshalb interessiert mich, wie Menschen ihr Unternehmen tatsächlich erleben. Geschäftsleitung, Führungskräfte und Mitarbeitende sehen dasselbe Unternehmen oft sehr unterschiedlich.

Diesen Unterschieden gehe ich heute in meiner Arbeit nach.

Heute

Wie ich heute arbeite

Heute verbinde ich den unternehmerischen Blick mit langjähriger Erfahrung im People Management und meinem Interesse an menschlichem Verhalten.

Ich schaue auf Strukturen, Prozesse und HR-Systeme und ebenso auf Führung, Vertrauen und darauf, wie gut Teams arbeiten können. Dafür beziehe ich unterschiedliche Perspektiven und People-Daten ein. Ich prüfe Annahmen, gehe Auffälligkeiten nach und grenze mögliche Ursachen Schritt für Schritt ein.

Mit der Impact Diagnose helfe ich Unternehmen zu verstehen, warum ihre Leistungsfähigkeit nachlässt, und fundiert zu entscheiden, was sie verändern sollten. Ihre Grundlage ist der Impact Code, der Wirkungs-Code. Er ist über die Jahre aus diesen Erfahrungen entstanden.

Die Neugier auf Unternehmen und Menschen, die am Abendbrottisch meines Vaters begann, ist geblieben.

Aus der Praxis

Erprobt in geschäftskritischen Unternehmenssituationen

Drei Mandate aus meiner Arbeit als Interim Managerin und Beraterin, und worauf es dort ankam.

Rentschler ATMP · UK

Aufbau eines leistungsfähigen Standorts

Standortaufbau · reguliertes Umfeld · internationales Setup

Ausgangslage
Neuer UK-Standort in früher Aufbauphase, reguliertes Umfeld.
Aufgabe
Arbeitsfähige Teams, klare Verantwortung, Führungskräfte Schritt für Schritt in ihre Rolle bringen.
Ergebnis
Ein Standort, der Entscheidungen trifft, Verantwortung trägt und die nächsten Wachstumsphasen bewältigt.
Without her help we would not be where we are today as site.
Robert Panting
General Manager
Hitachi Solutions Germany

Handlungsfähig bleiben in der Transformation

Post Merger und Transformation · Deutschlandgeschäft · Führung und Bindung

Ausgangslage
Deutschlandgeschäft nach einer Übernahme unter erheblichem Veränderungsdruck.
Aufgabe
Organisation neu ausrichten, während das operative Geschäft weiterläuft, und dabei Führung, Zusammenarbeit und Bindung im Blick behalten.
Ergebnis
Eine Transformation, die das Unternehmen auch während der Veränderung arbeits- und entscheidungsfähig hielt.
Britta hat dazu beigetragen, dass wir in der Transformation eine gute Balance zwischen Veränderungsdruck und Mitnehmen der Belegschaft gefunden haben.
Rolf Adam
General Manager
International Campus

Leistung und Vergütung nachvollziehbar steuern

Übernahme durch Private Equity · Personalkostentransparenz · Performance Management

Ausgangslage
Neuer Eigentümer: Personalsituation, Leistung und Vergütung sollen neu eingeordnet werden.
Aufgabe
Verantwortung, Performance, Motivation und Personalkosten in einen nachvollziehbaren Zusammenhang bringen.
Ergebnis
Eine Grundlage, auf der Rollen, Leistung und Vergütung klarer beurteilt und Entscheidungen fundierter getroffen werden.
Britta konnte sich innerhalb kürzester Zeit ein sehr gutes Bild vom IST-Zustand des Unternehmens machen und verstand es, an den richtigen Stellen anzusetzen.
Antje Büchner
Director Human Resources

Werdegang

Stationen, Ausbildung und Publikationen

  1. 1990 bis 2012

    Internationale Linienverantwortung

    Sixt · Sony Personal Mobile Communication Europe · KPNQwest, Personalleiterin Deutschland, dann Zentral- und Osteuropa · erste Selbstständigkeit: kaufmännische Leitung eines mittelständischen Unternehmens · GE Healthcare, GE Auto Service Leasing und GE Capital · Haufe Gruppe

  2. seit 2012

    Interim Management und Beratung mit accelUP

    Mandate unter anderem bei Bio-Rad, Gerresheimer, Payback, thyssenkrupp Elevator, Boehringer Ingelheim, International Campus, Hitachi Solutions, Berner und Rentschler

  3. seit 2024

    Die WachstUmdenkerin

    Impact Diagnose und Entgelttransparenz für Geschäftsführung und HR im Mittelstand

Ausbildung

Diplom-Kauffrau (Univ.), Wirtschaftswissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen

Zertifizierungen

Business Coach (Wild Akademie) · Emtrace Coach · DVNLP-geprüfte Trainerin und Coach · Design Thinking (Hasso-Plattner-Institut) · Ausbildereignung (IHK)

Sprachen

Deutsch · Englisch · Französisch (Grundkenntnisse)

Publikationen

Kontakt

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